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Seit einigen Wochen ist der Einbahnstraßen-Abschnitt der Spiegelstraße zwischen Kopernikusstraße und Bahnhofstraße in Gegenrichtung für Fahrradfahrer freigegeben. Dies ist auch an allen erforderlichen Stellen korrekt durch Verkehrszeichen ersichtlich. Leider schauen etliche Verkehrsteilnehmer, die regelmäßig diese Straße benutzen, nicht mehr auf diese Schilder und sind weiterhin der Meinung, sich in einer Einbahnstraße zu befinden, in der es keinen Gegenverkehr gibt. Hierdurch haben wir wiederholt gefährliche Situationen beobachten können, in denen Kfz den erforderlichen Abstand zum linken Fahrbahnrand nicht eingehalten haben, so dass entgegenkommende Fahrradfahrer gefährdet wurden. Insbesondere ist nach wie vor zu beobachten, dass an der Einmündung der Spiegelstraße in die Bahnhofstraße durch Kfz ein zweispuriges Einordnen stattfindet, wobei die Linksabbieger unmittelbar am linken Fahrbahnrand fahren - und somit für entgegenkommende Fahrradfahrer die Durchfahrt versperrt wird.

Aus unserer Sicht gäbe es eine einfache Lösung für dieses Problem, indem man nämlich die Spur in ausreichender Breite für die entgegenkommenden Fahrräder mit einer gestrichelten Linie (Schutzstreifen) und zusätzlichem Fahrrad-Logo (mit Richtungspfeil) als Fahrbahnmarkierung kenntlich macht. Eventuell wäre es sogar ausreichend, diese Fahrbahnmarkierung nur an der Einfahrt aus Richtung Kopernikusstraße und an der Ausfahrt in Richtung Bahnhofstraße vorzunehmen. Eine solche neue Fahrbahnmarkierung fällt mehr ins Auge als Verkehrszeichen. Sie verengt dabei den für die Kfz verfügbaren Fahrbahnbereich, was dazu führen soll, dass kein zweispuriges Einordnen der Kfz mehr stattfindet und der erforderliche Sicherheitsabstand von 1,5 m zwischen Kfz und Fahrrädern eingehalten wird.

Da sich die Freigabe der Straße für Radfahrer in Gegenrichtung nach unseren Informationen vorerst noch in einer Testphase befindet, könnte mit der vorgeschlagenen Fahrbahnmarkierung ein erfolgreicher Abschluss dieser Testphase sichergestellt werden. Aus unserer Sicht stellt diese Verkehrslösung für Fahrradfahrer eine erhebliche Erleichterung dar. Wir möchten deshalb die Rücknahme dieser Verkehrslösung unbedingt vermeiden. Aus diesem Grund hat die ADFC-Ortsgruppe einen Brief an das Tiefbauamt der Stadtverwaltung Zwickau geschrieben und auf die Problematik hingewiesen.